Zigaretten · 1930er
Zigarettenautomat „Präzisia“
Schmaler, wandmontierter Automat mit neun getrennten Schächten für unterschiedliche Zigarettenmarken, gedacht für den Einsatz in Gaststätten, Kinofoyers und Bahnhofsvorhallen der 1930er-Jahre.
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Beschreibung
Die „Präzisia“ steht beispielhaft für die Automatengeneration, die ab den 1930er-Jahren mehrere Produktvarianten in einem einzigen Gehäuse anbot. Statt eines einzelnen Warenstapels wie beim Schokoladenautomaten „Konfekta“ verfügt dieser Typ über neun parallele, senkrechte Schächte, sodass Kundschaft zwischen verschiedenen Marken oder Packungsgrößen wählen konnte. Jeder Schacht besitzt einen eigenen Auslöseknopf, der über ein gemeinsames Münzprüfwerk freigegeben wird.
Die Frontseite war meist mit auswechselbaren Reklameschildchen über jedem Schacht versehen – eine frühe Form von Wechselwerbung direkt am Verkaufspunkt, wie sie später auch bei Parfümautomaten mit Markenaufdrucken auf den Flakon-Sichtfenstern üblich wurde.
Technik & Mechanik
Kernstück ist ein zentrales Münzprüfwerk, das Durchmesser und Gewicht der eingeworfenen Münze mechanisch abtastet und bei korrektem Ergebnis eine Sperrklinke löst. Erst danach lässt sich der gewählte Schachtknopf durchdrücken, wodurch die unterste Packung im jeweiligen Schacht in die Entnahmeklappe fällt. Diese Kombination aus zentraler Prüfung und dezentraler Auswahl war technisch aufwendiger als einschächtige Automaten und markiert einen Entwicklungsschritt hin zu den vielfältigeren Warenautomaten der Nachkriegszeit. Einen Überblick über diese Entwicklung bietet die Seite Geschichte der Warenautomaten.
Herkunft (Platzhalter)
Für den echten Datenbankeintrag gehören an diese Stelle belegbare Angaben zu Hersteller, Patentnummer, Fundort und Provenienz. Im Musterbeispiel bleibt der Abschnitt bewusst offen.