Parfüm · 1950er
Parfümautomat „Fleur“
Freistehendes Art-déco-Standgerät mit rundem Schauglas, hinter dem sich ein einzelner Miniaturflakon präsentierte – ein Beispiel für den Einsatz von Warenautomaten im gehobenen Ambiente von Hotelfoyers und Kaufhäusern der Nachkriegszeit.
Platzhalter-Illustrationen · echte Fotos folgen
Beschreibung
Anders als die eher zweckmäßig gestalteten Wandautomaten für Schokolade oder Zigaretten setzte man bei Parfümautomaten stärker auf repräsentatives Design: Der „Fleur“ steht frei im Raum, sein gerundetes Schauglas rückt den einzelnen präsentierten Flakon fast wie in einer Vitrine ins Zentrum. Verchromte Zierleisten und eine geschwungene Sockelform greifen die Formensprache des Art déco auf, die in den 1950er-Jahren in gehobenen Innenräumen noch nachwirkte.
Solche Geräte fanden sich seltener im Straßenbild als Schokoladen- oder Zigarettenautomaten, dafür häufiger in Hotellobbys, Kurhäusern, Bahnhofsrestaurants erster Klasse oder Kaufhaus-Kosmetikabteilungen – Orte, an denen der Automat selbst zum Teil der Inneneinrichtung wurde.
Technik & Mechanik
Die Ausgabe eines einzelnen, oft kostspieligeren Produkts wie einer Parfümprobe erforderte eine präzisere Dosiermechanik als der Fach-Vorschub bei Schokolade oder Zigaretten. Beim „Fleur“ übernimmt ein Sperrhebel hinter dem Schauglas diese Aufgabe: Nach Münzeinwurf gibt er exakt einen Flakon aus einem kleinen Rundmagazin frei, das von Hand nachgefüllt wurde. Allgemeine Hintergründe zur Entwicklung solcher Münz- und Dosiermechaniken beschreibt die Seite Geschichte der Warenautomaten.
Herkunft (Platzhalter)
Für den echten Datenbankeintrag gehören an diese Stelle belegbare Angaben zu Hersteller, Aufstellungsort und Provenienz. Im Musterbeispiel bleibt der Abschnitt bewusst offen.